Projekt „Mycelium“ – Naturwissenschaft trifft Kunst
Im Projekt „Mycelium“ beschäftigte sich ein Projektkurs des Jahrgangs 7 intensiv mit der faszinierenden Welt der Pilze. Im Mittelpunkt standen naturwissenschaftliche Fragestellungen ebenso wie kreative Zugänge: Wie wachsen Pilze? Wie sind sie aufgebaut und eingruppiert? Welche Rolle spielen sie im Ökosystem – und welche Bedeutung haben sie für Wissenschaft und Kulinarik?
Ergänzt wurde die naturwissenschaftliche Arbeit durch eine künstlerische Kooperation mit der Künstlerin Asana Fujikawa, die das Thema Vergänglichkeit in das Projekt einbrachte. Den Auftakt bildete ein Besuch ihrer Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Werke, insbesondere Tonskulpturen, betrachten und sich für die eigene gestalterische Arbeit inspirieren lassen.
Ein weiterer Projekttag führte die Gruppe ins Niendorfer Gehege. Bei einer spielerischen Entdeckungstour mit Pilzbingo erforschten die Kinder, wo und wie Pilze wachsen, und lernten ihre wichtigen Funktion als Destruenten kennen, die Totholz zersetzen und zur Humusbildung beitragen.
Im praktischen Teil gestalteten die Schülerinnen und Schüler Tonskulpturen, die als Gefäße für Pilzmycel dienten. Zusätzlich züchteten sie aus erworbenen Kulturen essbare Speisepilze, die sie zeichneten, trockneten, untersuchten und verkosteten. So wurden biologische Prozesse unmittelbar erfahrbar gemacht.
Den Abschluss des Projekts bildete eine Ausstellung am Tag der offenen Tür. Präsentiert wurden die mit Pilzen besetzten Skulpturen, die bewachsenen Pilzkulturen sowie informative Plakate. Dabei konnten die Kinder ihr neu erworbenes Wissen weitergeben und zeigen, wie bedeutend und zugleich wenig bekannt diese eigenständige Gruppe von Lebewesen für unsere Ökosysteme ist.
