Plattdeutsch an der Stadtteilschule Niendorf

Plattdeutsch gehört zu Hamburg wie der Hafen und der Michel. Zu Zeiten der Hanse wurde es nicht bloß gesprochen, auf Platt wurden auch wichtige Verträge geschlossen und Chroniken verfasst. Im 19. Jahrhundert waren es dann Schriftsteller wie der Dithmarscher Klaus Groth und der Mecklenburger Fritz Reuter, die mit ihren Werken das Niederdeutsche in den Rang einer Literatursprache erhoben. Im Fahrwasser von Groth und Reuter mischte auch ein Niendorfer tüchtig mit: Joachim Mähl, der vielen Hamburgern heute nur noch als Namensgeber einer Straße und U-Bahn-Station bekannt ist. Das Plattdeutsche hatte es im 20. Jahrhundert nicht immer leicht, sich gegen das Hochdeutsche zu behaupten. Seit 1999 besitzt es daher den offiziellen Status einer Regionalsprache und steht unter dem besonderen Schutz der EU-Sprachencharta. An der Stadtteilschule Niendorf wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass Plattdeutsch nicht ausstirbt und diese alte, ausdrucksstarke Sprache in Hamburg auch weiterhin gesprochen und verstanden wird. Lassen Sie sich überraschen, wie bunt und modern Platt sein kann und erfahren Sie, warum es sogar von sich behaupten kann, die wahre Weltsprache zu sein. Wir freuen uns auf Sie! Der Abend findet am Donnerstag, den 13. Februar 2020 um 19 Uhr in der Aula am Standort Paul-Sorge-Straße 133-135 statt.

 

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